Nachhaltigkeit

Generali Foundation

Den Schwerpunkt unseres kulturellen Engagements bildet die Generali Foundation in Wien, die 1988 als gemeinnütziger Kunstverein zur Förderung zeitgenössischer bildender Kunst gegründet wurde. Die Sammlung vereint repräsentative Werkblöcke einzelner künstlerischer Positionen, darunter von VALIE EXPORT, Harun Farocki, Andrea Fraser, Isa Genzken, Dan Graham, Bruno Gironcoli, Hans Haacke, Gordon Matta-Clark, Walter Pichler, Adrian Piper, Martha Rosler, Gerhard Rühm, Allan Sekula, Franz West und Heimo Zobernig.

Das konzise Sammlungskonzept entspricht dem Ausstellungsprogramm, das in dem 1995 neu eröffneten Ausstellungshaus in der Wiedner Hauptstraße mit zwei bis drei Ausstellungen im Jahr präsentiert wird: Im Vordergrund des Interesses stehen konzeptuelle und performative Ansätze der Kunst seit den 1960er-Jahren, gesellschaftskritische und politische Aspekte von Kunst als sozialem Raum sowie feministische Positionen. In den Jahren 2005 und 2006 wurde ein repräsentativer Querschnitt der Sammlung erstmals außerhalb von Österreich gezeigt: in München, Rotterdam, Zagreb und New York.

Zur Dokumentation der Sammlung und sämtlicher Aktivitäten dient der Studienraum, der die Bibliothek, Spezialarchive zu einzelnen KünstlerInnen und die Mediathek umfasst und als öffentliche Einrichtung eine Bildungsfunktion erfüllt. Durch die Entscheidung, den Aufbau einer privaten Kunstsammlung und ein Ausstellungsprogramm auf eine wissenschaftliche und inhaltlich fundierte Basis zu stellen, haben wir mit der Generali Foundation Maßstäbe gesetzt und im internationalen Kunstfeld nachhaltiges Renommee erworben, das hinsichtlich der Professionalität, des Umgangs mit Werten und der Ausrichtung auf Qualität den Grundpfeilern unseres traditionellen Versicherungsunternehmens entspricht.

Seit ihrer Gründung 1988 positioniert sich die Generali Foundation mit einem kompromisslosen ästhetischen Programm. Aus rein privatwirtschaftlichen Mitteln finanziert, verkörpert sie als „Corporate Collection“ das Bekenntnis der Generali Gruppe Österreich zu gesellschaftlicher und kultureller Verantwortung.

Die Generali Foundation ist einem bildungspolitischen und museologischen Auftrag verpflichtet.

 

Morgan Fisher. The Frame and Beyond
Ausstellungsdauer: 2. März – 29. Juli 2012

Morgan Fisher. The Frame and Beyond
beleuchtet die Wendung vom Film zur Malerei in Fishers Werk. Gleichzeitig unterstreicht sie die Relevanz des experimentellen Films für eine Medienkritik, die bis heute andauert, sowie den Versuch, Malerei trotz immanenter Widerstände zu revitalisieren.

Morgan Fisher (*1942 in Washington, DC, lebt und arbeitet in Los Angeles) studierte zunächst von 1960 bis 1964 Kunstgeschichte in Harvard, besuchte dann die Filmakademie in Los Angeles und wechselte schließlich zum Film. Er arbeitete danach mehrere Jahre in Hollywood, vor allem als Cutter, eine Erfahrung, die seine Experimentalfilme mitprägte. In den 1970er Jahren entstanden mehrere Film-Installationen, die dem Expanded Cinema zugeordnet werden können. Seit Mitte der 1990er Jahre wendet sich Fisher der monochromen Malerei und Installationen aus monochromer Malerei zu.

Fisher wurde in den frühen 1970er Jahren als Experimentalfilmer im Umfeld des Strukturalismus bekannt, dessen Hauptinteresse nicht dem darzustellenden Inhalt, sondern dem Medium selbst galt – der Funktionsweise seiner Apparaturen, seiner Bestandteile und den von der Filmindustrie auferlegten Zwängen wie Filmrolle, Format, Kader, Emulsion etc. Fishers selbstreferenzielle Reflexion des Mediums legt die unserer Wahrnehmung zugrunde liegenden Bedingungen in einer für ihn typischen, lakonisch sezierenden, betont nicht-kompositorischen Weise offen, die jeglichen Illusionismus von Erzählung aushebelt.

Die Ausstellung der Generali Foundation versammelt Werke des Künstlers, die zwischen 1968 und 2011 entstanden sind und sowohl seine frühe und wegweisende Auseinandersetzung mit dem Medium Film als auch seine profunde Beschäftigung mit der Malerei deutlich machen. Minimal, Pop und die abstrakte Malerei der Moderne und Postmoderne sind Strömungen, denen Fishers Affinität gilt – bei gleichzeitiger Distanz dazu.

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