Krankenversicherung Statistische Basisdaten

Gleichbehandlung von Männern und Frauen - Umsetzung der EU-Richtlinie

In der Krankenversicherung darf ab 1. Dezember 2007 das Schwangerschafts- und Mutterschaftsrisiko nicht mehr zu unterschiedlichen Prämien zwischen den Geschlechtern führen. Dies sieht die EU-Richtlinie 2004/113/EG zur "Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen beim Zugang zu und bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen" vor. Das am 25. Mai 2006 beschlossene VersRÄG 2006 hat diese Richtlinie in nationales Recht umgesetzt.  Im Versicherungsvertragsgesetz ist folgende Ergänzung dem § 178 b angefügt worden:

(5) Die Kosten und Risiken der medizinischen Betreuung und Behandlung im Zusammenhang mit der Schwangerschaft, der Entbindung und der Mutterschaft dürfen in der Krankenversicherung nicht zu unterschiedlichen Prämien oder Leistungen zwischen Frauen und Männern führen.

Das bedeutet, es kann auch künftig geschlechtsspezifische Unterschiede in der Kalkulation der Prämien geben, wenn der Unterschied durch versicherungsmathematische Grundlagen belegbar ist und nicht auf den Leistungen für Schwangerschaft und Mutterschaft beruht. Lediglich die Kosten, die im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Entbindung entstehen, müssen auf Männer und Frauen aufgeteilt werden.  Die Regelung tritt am 1. Dezember 2007 in Kraft und ist auf neu abgeschlossene Versicherungsverträge anzuwenden. Ab 2008 sind auch entsprechende Melde- und Veröffentlichungspflichten vorgesehen.  Gemäß §9 VAG 1978/2005 Absatz 4 (geändert durch das VersRÄG 2006) informiert die Generali über die versicherungsmathematischen und statistischen Daten, aus denen unterschiedliche Prämien oder Leistungen für Frauen und Männer abgeleitet werden wie folgt. 

Unterschiede in den Prämien für Männer und Frauen betreffen die nachstehend angeführten Versicherungen (Tarife). 

Krankenhauskosten-Versicherung
Gründe für Prämienunterschiede liegen in der nach Alter und Geschlecht unterschiedlichen Inanspruchnahme von Leistungen sowie in der höheren Lebenserwartung von Frauen und den sich daraus ergebenden unterschiedlichen versicherungsmathematischen Barwerten der zu erwartenden zukünftigen Versicherungsleistungen.

Lebenserwartung: verwendet werden die österreichischen Sterbetafeln der Statistik Austria von 2000/2002

Kostenprofil: Das Kostenprofil gibt die jährlich zu erwartende Leistung in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht an. In Übereinstimmung mit §178b Absatz 5 VersVG 1958 werden im Kostenprofil die Leistungen für Schwangerschaft, Entbindung und Mutterschaft nicht berücksichtigt - diese Leistungen werden auf beide Geschlechter verteilt. Ein auf Basis aller österreichischen Versicherten standardisiertes Profil für die Krankenhauskosten-Versicherung wird vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs veröffentlicht.

Ambulante Leistungen/Privatarzt-Versicherung
Gründe für Prämienunterschiede liegen in der nach Alter und Geschlecht unterschiedlichen Inanspruchnahme von Leistungen sowie in der höheren Lebenserwartung von Frauen und den sich daraus ergebenden unterschiedlichen versicherungsmathematischen Barwerten der zu erwartenden zukünftigen Versicherungsleistungen.

Lebenserwartung: verwendet werden die österreichischen Sterbetafeln der Statistik Austria von 2000/2002

Kostenprofil: Das Kostenprofil gibt die jährlich zu erwartende Leistung in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht an; In Übereinstimmung mit §178b Absatz 5 VersVG 1958 werden im Kostenprofil die Leistungen für Schwangerschaft, Entbindung und Mutterschaft nicht berücksichtigt - diese Leistungen werden auf beide Geschlechter verteilt. Ein auf Basis aller österreichischen Versicherten standardisiertes Profil für die Krankenversicherung für ambulante Leistungen wird vom
Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs veröffentlicht.

Krankenhaus-Tagegeld
Gründe für Prämienunterschiede liegen in der nach Alter und Geschlecht unterschiedlichen Inanspruchnahme von Leistungen sowie in der höheren Lebenserwartung von Frauen und den sich daraus ergebenden unterschiedlichen versicherungsmathematischen Barwerten der zu erwartenden zukünftigen Versicherungsleistungen.

Lebenserwartung: verwendet werden die österreichischen Sterbetafeln der Statistik Austria von 2000/2002

Kostenprofil: Das Kostenprofil gibt die jährlich zu erwartende Leistung in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht an. In Übereinstimmung mit §178b Absatz 5 VersVG 1958 werden im Kostenprofil die Leistungen für Schwangerschaft, Entbindung und Mutterschaft nicht berücksichtigt - diese Leistungen werden auf beide Geschlechter verteilt. Ein auf Basis aller österreichischen Versicherten standardisiertes Profil für die Krankenhaus-Tagegeldversicherung wird vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs veröffentlicht.

Zahnversicherung
Gründe für Prämienunterschiede liegen in der bei Männern und Frauen unterschiedlich festzustellenden Inanspruchnahme von Leistungen.  Ein auf Basis aller österreichischen Versicherten standardisiertes Profil, das diese Unterschiede bei den jährlichen Leistungen der Zahnversicherung angibt, wird vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs veröffentlicht. 

Versicherung auf Pflegegeld
Gründe für Prämienunterschiede liegen in der nach Alter und Geschlecht unterschiedlichen Inanspruchnahme von Leistungen sowie in der höheren Lebenserwartung von Frauen und den sich daraus ergebenden unterschiedlichen versicherungsmathematischen Barwerten der zu erwartenden zukünftigen Versicherungsleistungen.

Lebenserwartung: verwendet werden die österreichischen Sterbetafeln der Statistik Austria von 2000/2002

Pflegewahrscheinlichkeit: neben Unterschieden in der Lebenserwartung gehen auch beobachtete geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Häufigkeiten des Erhalts von Pflegegeld in die Tarifkalkulation ein. Die statistischen Grundlagen werden vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger erfasst. Eine Darstellung der Pflegewahrscheinlichkeiten auf Basis der vom Hauptverband erfassten Daten finden Sie in der nachfolgenden Grafik.

Eine Darstellung des Leistungsprofiles für die sieben Pflegegeldstufen des Bundespflegegeldgesetzes wird vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs veröffentlicht.

Versicherung für Kur und Rehabilitation
Gründe für Prämienunterschiede liegen in der nach Alter und Geschlecht unterschiedlichen Inanspruchnahme von Leistungen sowie in der höheren Lebenserwartung von Frauen und den sich daraus ergebenden unterschiedlichen versicherungsmathematischen Barwerten der zu erwartenden zukünftigen Versicherungsleistungen. Versicherungsleistungen für Kur und Rehabilitation sind auch in Krankenhauskosten- und Krankenhaus-Tagegeld-Versicherungen integriert. Auch für diese integrierten Leistungen werden statistische Grundlagen wie die folgenden verwendet.

Lebenserwartung: verwendet werden die österreichischen Sterbetafeln der Statistik Austria von 2000/2002

Kostenprofil: Das Kostenprofil gibt die jährlich zu erwartende Leistung in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht an.

Profil der jährlichen Leistungen für Kur und Rehabilitation

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