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Wachstumspotenzial für private und betriebliche Altersvorsorge

Im Rahmen einer WIFO-Studie wurden im Februar 2015 Altersvorsorgesysteme in 15  westeuropäischen Ländern verglichen. Aus den Ergebnissen der Studie lässt sich der Schluss ziehen, dass das Potenzial für Wachstum in der privaten und betrieblichen Altersvorsorge in Österreich beachtlich ist.

Auf Grund der in den untersuchten Ländern sehr unterschiedlich ausgerichteten Pensionssysteme ergibt sich eine bunte Vielfalt an Versorgungseinrichtungen, die einen unmittelbaren Vergleich dieser Pensionssysteme nicht ermöglichen. Daher hat man sich auf Messgrößen konzentriert, die eine allgemein gültige Aussage erlauben. Hierfür liefert die Studie sehr gute Daten: Wie groß sind die Vermögenswerte, die in einer kapitalgedeckten Form verwaltet werden und wie hoch sind die Pensionen, die aus einem öffentlichen Umlagesystem stammen, so wie es in Österreich üblich ist. 

In den Diskussionen über das österreichische Pensionssystem und mögliche Alternativen wird stets betont, dass die im Vergleich zu anderen Ländern hohen gesetzlichen Pensionen bewirken, dass das Interesse an zusätzlicher Vorsorge hierzulande so niedrig ist. Stimmt das so, oder präziser gefragt, stimmt das heute noch?

Indikator Nettoersatzrate
Fest steht: Je höher die Nettoersatzrate ist, d.h. welchen Prozentsatz die gesetzliche Pension in Relation zum Aktiveinkommen hat, desto höher ist die Erwartung der Menschen in eine ausreichende gesetzliche Pension und daher ist die Bereitschaft zur privaten und betrieblichen Vorsorge geringer. Lassen gesetzliche Pensionen im Vergleich zu den Bezügen in der Aktivzeit jedoch größere Lücken erkennen, so gewinnen kapitalgedeckte Varianten der zusätzlichen Pensionsvorsorge an Bedeutung.

Die WIFO-Studie hat für die österreichischen Pensionisten für das Jahr 2012 noch eine durchschnittliche Nettoersatzrate von 90 Prozent ermittelt. Das ist der Spitzenwert von allen untersuchten Ländern. Im Gegensatz dazu betrugen die als private und betriebliche Vorsorge gehaltenen Vermögenswerte nur 23 Prozent des BIP, womit Österreich in diesem Vergleich das Schlusslicht bildet.

In Ländern mit einer Nettoersatzrate von 70 Prozent, wie zum Beispiel Frankreich, werden Vermögenswerte in der privaten Lebensversicherung und den betrieblichen Vorsorgeeinrichtungen von etwa 80 Prozent des BIP verwaltet.  

Pensionsreformen verringern die Nettoersatzrate
Eine Berechnung des Institutes EcoAustria zeigt, dass durch die Pensionsreformen der vergangenen Jahre die Nettoersatzrate in den kommenden Jahren in Österreich auf 70 Prozent absinken wird. Bedenkt man nun noch, dass von Pensionsexperten schon seit längerem weitere dringende Maßnahmen zur Reformierung des Pensionssystems eingemahnt werden, ist zu erwarten, dass sich die Nettoersatzrate weiterhin verringern wird.

Wenn die Alterseinkommen auch in Zukunft in etwa auf dem heutigen Niveau bleiben sollen, ist es unumgänglich, dass auch in Österreich die Vermögenswerte aus privaten und betrieblichen Versorgungseinrichtungen in künftigen Jahren anwachsen müssen.

Die Bedeutung der Lebensversicherung für die Altersvorsorge
Jedenfalls ist die vielfach betriebene negative Beurteilung der klassischen Lebensversicherung und der betrieblichen Vorsorge vollkommen fehl am Platz. Zugegeben: Die Verzinsung dieser Produkte ist aktuell auf einem sehr niedrigen Stand (Generali 2015: garantierter Rechnungszins 1,5%, Gesamtverzinsung 3,25%), aber die Vorteile überwiegen dennoch: Der garantierte Rechnungszins wirkt nicht nur in der Ansparphase, sondern auch während der Pensionsphase. Der zusätzliche Gewinnanteil wird, sobald er dem Vertrag zugewiesen ist, verbindlicher Vertragsbestandteil und kann nicht mehr sinken. Ein weiterer Kernpunkt – von besonders großem Wert für die Altersvorsorge! - ist die verbindliche Festlegung der Rententafeln für die gesamte Dauer des Vertrages.

Vorsorge nicht verschieben
Die niedrigen Zinsen werden uns noch einige Zeit erhalten bleiben, aber nicht zu einer Dauererscheinung führen. Mit einer geplanten Pensionsvorsorge abzuwarten, ob nun privat oder betrieblich veranlasst, ist auf jeden Fall die falsche Entscheidung, denn jedes aufgeschobene Jahr ist ein „verlorenes“ Jahr. Eines ist aber sicher: Nur Pensionisten, die über ein Einkommen verfügen, welches es ihnen erlaubt, ihren gewohnten Lebensstandard zu halten, werden sich auch in Zukunft am Konsum beteiligen können, der für die Wirtschaft einen wichtiger Faktor darstellt.        

Übrigens: Das neue Pensionskonto, das für alle Personen gilt, die ab 1. Jänner 1955 geboren sind, stellt die zukünftige Pensionshöhe verständlicher und transparenter dar. Es kann daher bei der Planung der späteren Altersvorsorge helfen. Denn wenn die Betroffenen erst bei Pensionsbeginn merken, wie groß die Differenz zu ihrem früheren Aktiveinkommen tatsächlich ausfällt, dann ist es für die Vorsorge zu spät.