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Richtig Handeln bei Hochwasser – zu Ihrer Sicherheit

Veränderte klimatische und sozioökonomische Rahmenbedingungen haben in den letzten Jahren zu einem deutlichen Anstieg des Risikos von Naturgefahren geführt. Weltweit hat sich die Anzahl großer Naturkatastrophen in den letzten 50 Jahren mehr als verdoppelt, im selben Zeitraum sind die dadurch verursachten Schäden sogar um zirka das 8-fache gestiegen.

Rund ein Drittel der wirtschaftlichen Schäden ist auf Hochwasserereignisse zurückzuführen. Hochwasser und Überschwemmungen treten in Österreich regelmäßig auf (z.B. als Folge von Starkregen oder Schneeschmelze). Betroffen sind vor allem Gebiete entlang der Donau und ihrer Zubringer. Aber auch Regionen, durch die nur kleine Bäche führen, können unter bestimmten Umständen von Überschwemmungen heimgesucht werden.

Die wirtschaftlichen Schäden durch Hochwasser und Überschwemmungen sind beträchtlich. Laut Informationen des Umweltbundesamtes verursachte etwa das Hochwasser im Jahr 2002 rund 3,2 Milliarden Euro direkte Schäden in Österreich,
870 Millionen Euro waren es 2013. Im Vorjahr kam es übrigens an der gesamten österreichischen Donau zu Wasserständen, wie sie in den vergangenen 200 Jahren noch nicht beobachtet wurden. Experten gehen davon aus, dass europaweit das Hochwasserrisiko und die damit verbundenen wirtschaftlichen Schäden in den nächsten Jahrzehnten weiter ansteigen werden.

Generelles Risikomanagement  - z.B. durch die Hochwasserrisikozonierung Austria (HORA), durch die Erweiterung von Bauverbotszonen oder durch bauliche Vorkehrungen – sind unerlässlich für wirksamen Hochwasserschutz. Aber auch Privatpersonen können sich bei drohendem Hochwasser auf einfache aber wirksame Weise schützen.

Auf jeden Fall sollte man Katastrophenhinweise und Wetterwarnungen immer ernst nehmen und so früh wie möglich mit Schutzmaßnahmen beginnen.
Lesen Sie im Folgenden, welche Vorkehrungen Sie zum Schutz Ihrer Familie und Ihres Eigentums treffen können!

Maßnahmen im Vorfeld

  • Verfolgen Sie aktuelle Medienberichte und beachten die Hinweise der Behörden (Feuerwehr, Polizei)
  • Stellen Sie die Versorgung hilfsbedürftiger Menschen sicher
  • Entfernen Sie Fahrzeuge aus potenziellen Gefahrenbereichen
  • Wertgegenstände und elektrische Geräte sollten Sie vorübergehend in höher gelegenen Stockwerken unterbringen und sichern
  • Sichern Sie Öltanks gegen Umkippen und Auslaufen
  • Sperren Sie die Zufuhr von Gas, Wasser und Strom in gefährdeten Räumen bzw. Bereichen, vergessen Sie dabei nicht, Außenanlagen ebenfalls zu sichern (Außensteckdosen, Garten- und Wegbeleuchtung, Gastanks, etc.)
  • Halten Sie notwendige Medikamente, wichtige Dokumente und Kleidung griffbereit
  • Laden Sie Ihr Mobiltelefon auf und besorgen Sie sich einen batteriebetriebenen Radioapparat
  • Dichten Sie Keller- , Garagen-, Terrassen- und Eingangstüren sowie Kellerfenster und Lichtschächte mit Holzplatten und Sandsäcken ab

Maßnahmen während  bzw. nach dem Hochwasser

  • Die Rettung und Sicherheit von Personen hat immer oberste Priorität
  • Bewahren Sie Ruhe und unterschätzen Sie niemals die Gewalt des Wassers, achten sie immer auch auf Ihre eigene Sicherheit
  • Wenn Sie Hilfe benötigen, kontaktieren Sie den Notruf (Feuerwehr 122 /Rettung 144) und warten Sie auf das Eintreffen professioneller Unterstützung und Hilfe ab
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt mit verunreinigten Überschwemmungswasser (kein Obst und Gemüse aus überfluteten Gärten verzehren)
  • Bei Gasgeruch, Rissen im Mauerwerk oder Senkungen sowie bei Erd- oder Hangrutschungen und dadurch verursachten Schäden rufen Sie sofort die Feuerwehr
  • Beginnen Sie mit den Aufräumarbeiten so rasch wie möglich  (Schlamm so schnell wie möglich mit sauberen Wasser entfernen), Gegenstände nicht im Wasser liegen lassen
  • Strom und Verlängerungskabel immer sicher verlegen - beim Hantieren mit Pumpen und Saugern im Wasser immer auf die Gefahr eines Stromschlages achten
  • Auspumpen erst, wenn sichergestellt ist, dass weder durch angestiegenes Grundwasser noch über Mauerwerksöffnungen Wasser nachdringt. Ansonsten besteht die Gefahr, den Zustrom und den Schaden durch ins Haus nachdrückendes Wasser noch zu verstärken.
    AUSNAHME: Wenn das Wasser durch Auspumpen unter der Kellerdecke gehalten werden kann und dadurch die Durchnässung des nächsten Stockes zu verhindern ist.
  • Alle Räume gut lüften und austrocknen lassen, um Schimmelbefall zu vermeiden (Trocknungsgeräte nur nach Rücksprache mit Sachverständigen aufstellen)
  • Schäden an Elektroanlagen und Heizungsanlagen sofort von befugten Fachleuten beurteilen lassen
  • Vorsicht beim Wiedereinschalten von Strom (im Zweifel von Fachleuten beurteilen lassen)
  • Für Fahrzeuge gilt: Steht das KFZ bis über die Räder bzw. bis zur Ölwanne im Wasser, keinesfalls starten sondern in einer Werkstätte überprüfen lassen
  • Melden Sie Schäden so rasch wie möglich der Versicherung. Wertvolle Gegenstände nicht entsorgen, sondern jedenfalls bis zur Besichtigung durch den Sachverständigen aufbewahren. Erstellen Sie Schadenslisten und dokumentieren Sie die Schäden mit Hilfe von Fotos
  • Finanzielle Hilfe gibt es auch durch staatliche Entschädigungen aus dem Katastrophenfonds. Auch dafür gilt: Schäden auflisten und mit Fotos dokumentieren