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Vokabel des Monats

Das Goldlöckchen-Prinzip

Kürzlich sichtete die Raumsonde Kepler in 1400 Lichtjahren Entfernung einen Exoplaneten, der von der NASA sogleich als „Cousin der Erde“ bzw. „Earth 2.0“ vorgestellt wurde. Der Planet Kepler 452b ist eine Supererde - also etwas größer als unsere Erde. Was ihn von anderen Planeten unterscheidet, ist sein Stern, der unserer Sonne ähnelt. Kepler 452b umkreist seinen Stern in 385 Tagen und liegt derzeit - wahrscheinlich noch - in einer habitablen (bewohnbaren) Zone: gerade so weit entfernt von seinem Muttergestirn, dass es weder zu heiß noch zu kalt ist für die Bedingung von Leben in Gestalt von (flüssigem) Wasser. Planeten in derartigen wohltemperierten Zonen, auf denen theoretisch Leben möglich wäre, nennt man auch Goldilocks (Goldlöckchen).

Die Bezeichnung leitet sich von einem alten englischen Märchen her, in dem sich ein kleines Mädchen namens Goldilocks heimlich Zutritt zu einem Haus im Wald verschafft, das von einem großen, einem mittelgroßen und einem kleinen Bären bewohnt wird. Während der kurzfristigen Abwesenheit der Bewohner probiert Goldilocks von allen Portionen heißen Breis, den die drei Bären für das Abendessen in drei unterschiedlich großen Schüsseln zum Auskühlen hingestellt haben; Goldilocks empfindet den Brei jeweils als zu heiß, zu kalt oder als „just right“ („gerade richtig“).

Das daraus abgeleitete Goldlöckchen-Prinzip besagt, dass etwas sich innerhalb bestimmter Grenzen bewegen muss und keine Extremwerte über- oder unterschreiten darf. Sind diese Vorgaben erfüllt, resultiert daraus der Goldlöckchen-Effekt („gerade richtig“).

Der Begriff wird in zahlreichen Wissenschaftsbereichen verwendet, so spricht man u.a. auch von einer Goldilocks economy  bei Vorliegen einer Situation moderaten Wachstums und geringer Inflation, die insofern eine marktfreundliche Finanzpolitik erlaubt.