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Europ Assistance Gesundheitsbarometer 2011

Österreichs Gesundheitswesen noch immer auf Platz 1: 86% der Österreicher vergeben Bestnoten. 36% wollen privat vorsorgen, um steigenden Kosten zu entgehen.

Wien, 30. September 2011 – „Auch in diesem Jahr zeigt sich, dass in keinem anderen Land die Zufriedenheit über das eigene Gesundheitssystem und über die Betreuung pflegebedürftiger und älterer Menschen so groß ist, wie in Österreich. Doch die Beurteilung fällt nicht mehr so hervorragend aus wie noch im Vorjahr. Zudem lässt sich der Trend erkennen, dass die Bürger mehr Eigenverantwortung übernehmen, freiwillige Zusatzversicherungen forcieren und einen höheren Bedarf an begleitenden Gesundheitsdienstleistungen im Alltag haben“, fasst Jean-François Diet, Geschäftsführer von Europ Assistance, die Ergebnisse des internationalen Gesundheitsbarometer 2011 zusammen. Mit dieser Studie will der zur Generali Gruppe gehörende Notfall-Dienstleister Europ Assistance die Einstellung zur Gesundheitsversorgung erfassen und aktuelle Trends identifizieren. An der Telefonbefragung durch die französische Gesellschaft „Cercle Santé Société“ nahm in den Monaten Mai bis Juni 2011 ein repräsentativer Querschnitt von 5.500 Bürgern in Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Schweden, Polen, Spanien, der Tschechischen Republik, den USA und Österreich teil.

Österreicher loben Gesundheitssystem
45% der Österreicher bewerten ihr Gesundheitssystem als exzellent oder sehr gut. Damit liegt Österreich wieder mit Abstand auf Platz 1, gefolgt von Großbritannien mit 32%. Doch die hervorragende Bewertung nimmt ab und der Abstand zu Großbritannien verringert sich: Denn im Vorjahr waren noch 52% der Österreicher und 34% der Briten mit der Organisation ihres Gesundheitssystems sehr zufrieden.

Große Unterschiede im Vergleich zum Vorjahr zeigt das Europ Assistance Gesundheitsbarometer bei der Beurteilung der Österreicher hinsichtlich künftiger Probleme auf. Diet: „Zwar drehen sich die Ängste der Österreicher nach wie vor um eine künftige Finanzierung der Gesundheitsleistungen und eine Erhöhung der Kosten, doch werden diese im Vergleich zum Vorjahr geringer. Stattdessen nehmen die Sorgen der Österreicher hinsichtlich der Qualität der medizinischen Versorgung zu.“

Mit welchen künftigen Problemen des Gesundheitssystems rechnen die Österreicher?

20112010
Staatliche Finanzierung50%62%
Erhöhung der Kosten für jeden Einzelnen51%52%
Erhöhung der Kosten für medizinische Behandlungen43%49%
Ungleicher Zugang zur Gesundheitsvorsorge49%38%
Wartezeit für Behandlungen42%34%
Zu wenig praktische Ärzte39%25%
Risiko einer Infektion im Spital41%21%
Behandlungsfehler47%21%

 

Den steigenden Gesundheitskosten wollen 36% der Österreicher mit einer privaten Krankenversicherung begegnen. Nur in Tschechien ist die Bereitschaft selbst vorzusorgen mit 39% noch höher. 25% der befragten Österreicher würden die Kostenproblematik mit höheren Steuern und Pflichtbeiträgen lösen.

Die Frage, ob das gegenwärtige Gesundheitssystem den gleichen Zugang zur
Gesundheitsversorgung für alle Bürger sicherstellt, beantworten 48% der Österreicher mit „ja“ (2010: 52%). Noch höher liegt dieser Wert nur in Frankreich mit 49% und in Großbritannien mit 55%. In Deutschland glauben lediglich 29% der Befragten an einen gleichen Zugang zu Gesundheitsleistungen für alle Bürger. Nur in Polen ist dieser Wert mit 22% noch niedriger. Um für alle die gleichen Behandlungsmethoden sicherzustellen, sprechen sich aktuell 43% der Österreicher für eine Erhöhung der Steuern und Beiträge aus (2010: 53%).

Der Trend, einen geplanten Arzt- oder Spitalstermin aus finanziellen Gründen zu verschieben, war in den letzten Jahren auf Grund der Wirtschaftskrise besonders stark und zieht sich in mehreren Ländern auch noch weiter hin. In Polen geben 36% an, medizinische Behandlungen während des vergangenen Jahres auf Grund finanzieller Schwierigkeiten verschoben oder überhaupt gestrichen zu haben. In Österreich haben wie letztes Jahr 10% der Befragten eine Behandlung verschoben oder ausfallen lassen. Dies betrifft vor allem Zahn- und Augenbehandlungen.

Pflege: Gute Bewertung für Österreich
23% der Österreicher beurteilen die Betreuung pflegebedürftiger und älterer Menschen als hervorragend oder sehr gut, 42% als gut. Mit diesen Werten liegt Österreich auf Platz 1 im Ländervergleich, wenngleich sich auch hier eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr zeigt (2010: 33% sehr gut/hervorragend und 36% gut). Die staatliche Unterstützung für die Betreuung pflegebedürftiger und älterer Menschen zu Hause ist für 46% der Österreicher zufrieden stellend (2010: 47%). 91% der Österreicher erachten aber den Ausbau von Hauskrankenpflege als notwendig. Um Menschen die Möglichkeit zu bieten, möglichst lange zu Hause gepflegt zu werden, werden hohe Erwartungen an technische Entwicklungen gestellt. Um Pflege von Angehörigen zu gewährleisten, sind mehr als die Hälfte der Befragten für eine gemischte Finanzierung aus öffentlichen Mitteln und einem individuellen Beitrag.

Akzeptanz für Vorsorgeuntersuchungen
Die Nutzung von Vorsorgeuntersuchungen ist in allen befragten Ländern sehr hoch. 75% der Österreicher waren in den letzten fünf Jahren bei einer allgemeinmedizinischen Vorsorgeuntersuchung. Groß ist der Wunsch der Österreicher nach Programmen der betrieblichen Gesundheitsförderung, vor allem in Bezug zur Vorbeugung von chronischen Rückenschmerzen (71%) und Stress (59%).

Ersetzen neue Medien und Internet das Arztgespräch?
Der Einsatz neuer Technologien für das Gesundheitswesen findet immer mehr Anklang. In Schweden ist mit 72% die Suche nach gesundheitsbezogenen Informationen im Internet am weitesten verbreitet, gefolgt von den Vereinigten Staaten (71%) und Österreich (58%). Deutschland, Italien, Frankreich, die Tschechische Republik und Spanien sind jene Länder, in denen das Internet am wenigsten für eine Konsultation verwendet wird. Dennoch ist die Nutzung des Internets seit 2006 für gesundheitsbezogene Informationen in fast allen Ländern gestiegen. Ebenso ist die Mehrheit der Befragten für die Entwicklung kontinuierlicher medizinischer Überwachung per Mobiltelefon (z. B. tägliche Messung der Blutzuckerwerte, des Blutdrucks und der Herzfrequenz): 79% der Spanier, 63% der Briten und 62% der Österreicher begrüßen solche Entwicklungen. Der Einsatz neuer Technologien wird aber immer noch als Ergänzung zur traditionellen Arzt-Patienten-Beziehung angesehen. Eine Ferndiagnostik ist zwar relativ gut akzeptiert, dennoch gibt es noch erheblichen Widerstand gegen die Idee einer medizinischen Konsultation mit dem Hausarzt über das Internet bzw. mittels Webcam.

Die vollständige Studie kann kostenfrei bezogen werden unter:
www.europ-assistance.at/B2B/Presse/Gesundheitsbarometer.ph