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Wechseloption

Mit der Novelle des Pensionskassen- und Betriebspensionsgesetzes können Anwartschaftsberechtigte (AWB) einer Pensionskasse (PK) seit 2013 in eine Betriebliche Kollektiv-Versicherung (BKV) wechseln. Die BKV trägt als "betriebliche Garantiepension" dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis pensionsnaher Anwartschaftsberechtigter Rechnung und macht die Höhe der späteren Zusatzpension transparent. Sie ermöglicht die Planbarkeit des Pensionseinkommens schon lange vor der Pension.

Anwartschaftsberechtigte können ab dem Jahr, in dem sie das 55. Lebensjahr vollenden, oder bei Pensionsantritt von der PK in die BKV wechseln (§ 5a BPG). Der Wechselwunsch muss sowohl dem Arbeitgeber als auch der Pensionskasse bis spätestens 31. Oktober schriftlich bekannt gegeben werden, damit er zum 1. Jänner des Folgejahres wirksam wird. Die Wechselmöglichkeit besteht grundsätzlich nur einmal im Kalenderjahr. Wird der Wechsel anlässlich des Pensionsantritts beantragt, kann dieser auch unterjährig erfolgen.

Der Arbeitgeber muss gemeinsam mit dem Betriebsrat die notwendigen Rahmenbedingungen für einen Wechsel schaffen, indem die bestehende Betriebsvereinbarung hinsichtlich der Wechseloption angepasst wird. Für Mitarbeiter, die nicht durch einen Betriebsrat vertreten werden, erfolgt eine Ergänzung in den Vereinbarungen gemäß Vertragsmuster. Eine weitere Voraussetzung für die Möglichkeit eines Umstiegs ist, dass der Arbeitgeber einen BKV-Rahmenvertrag mit der Generali abschließt. Die weitere Unterstützung und die gesamte laufende Verwaltung der Verträge übernimmt die Generali, deren BAV-Spezialisten über langjährige Erfahrung in der fachlichen und technischen Betreuung anspruchsvoller Firmenkunden verfügen.

Zwar ist die Mitwirkung des Arbeitgebers und gegebenenfalls des Betriebsrates unverzichtbar, um die Rahmenbedingungen für die Wechseloption zu schaffen, jedoch trifft beide keinerlei Verpflichtung, die anwartschaftsberechtigten Mitarbeiter inhaltlich zu beraten.

Die FMA hat in einer Verordnung festgelegt, welche Informationen den Berechtigten sowohl von der Versicherung (§ 98 VAG) als auch von der Pensionskasse (§ 19b PKG) zur Verfügung zu stellen sind. Die verschiedenen Modelle werden systematisch erklärt und durch Berechnungen verglichen. Damit soll sichergestellt werden, dass eine Wechselentscheidung nur wohlüberlegt und auf Basis von umfassenden Informationen über beide Modelle stattfinden kann.

 

Damit die Generali die für einen Wechsel in das BKV-Modell notwendigen Vergleichsberechnungen für den Anwartschaftsberechtigten erstellen kann, werden Informationen von der PK benötigt, insbesondere jene über die Höhe des vorhandenen Kapitals. Sofern bereits ein BKV-Rahmenvertrag mit der Generali vorliegt, haben die Arbeitnehmer dieses Kunden die Möglichkeit, die Generali mit der Anforderung der erforderlichen Informationen bei der Pensionskasse zu beauftragen. Dafür ist die Übermittlung einer ausgefüllten und unterschriebenen Vollmacht nötig – ein entsprechendes Formular erhalten Sie bei Ihrem Betreuer. Die Generali übernimmt in Folge die Einholung der Unterlagen und stellt alle Informationen und Vergleichsberechnungen sowie das Antragsformular zur Verfügung.

Im Vergleich zur BKV werden in der PK höhere Rechnungszinsen verwendet. Das führt dazu, dass die prognostizierte PK-Pension über jener der BKV liegt. Je größer der Unterschied zwischen den jeweiligen Rechnungszinsen ist, umso mehr verringert sich die erste Pension in der BKV im Vergleich zur hochgerechneten PK-Pension. Während der Rechnungszins in der PK jedoch lediglich einen unverbindlichen Richtwert darstellt, bei dessen Nichterreichen die Pensionen reduziert werden, ist der Rechnungszins in der BKV garantiert. Darüber hinaus erhöht sich die garantierte BKV-Pension jährlich um den Gewinnanteil. Diese kann nie unter den Wert des Vorjahres absinken (Normalpension)*.

*nur gültig bei BKV Tarifen mit Berechnung gemäß Individualmethode

  • Der garantierte Rechnungszins (derzeit 1,00 %*) wirkt nicht nur in der Ansparphase, sondern auch während der Pensionsphase.
  • Die Höhe der zusätzlichen Gewinnanteile ist zwar nicht im Voraus bekannt, aber sobald ein jährlich ermittelter Gewinn dem Vertrag zugewiesen wird, ist er verbindlicher Vertragsbestandteil und kann nicht mehr durch Kapitalmarktverluste sinken**. 
  • Von besonders großem Wert für die Altersvorsorge ist die verbindliche Festlegung der Rententafeln für die gesamte Dauer des Vertrages. Die betriebliche Garantiepension kann daher niemals unter den Garantiewert sinken. Das bedeutet, dass die Leistungen weder durch steigende Lebenserwartung noch durch Schwankungen an den Kapitalmärkten gekürzt werden können.

 

      *gemäß Höchstzinssatzverordnung 2015 der FMA

      **nur gültig bei BKV-Tarifen mit Berechnung gemäß Individualmethode