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Animismus

Eröffnung: 15. September 2011, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 16. September 2011 bis 29. Januar 2012

 

Mit Werken von Agency/Kobe Matthys, Marcel Broodthaers, Walt Disney, Jimmie Durham, Harun Farocki, Symrin Gill, Victor Grippo, Ken Jacobs, Joachim Koester, Yayoi Kusama, Len Lye, Daria Martin, Angela Melitopoulos/Maurizio Lazzarato, Ana Mendieta, Henri Michaux, Hayao Miyazaki, Jean Painlevé, Hans Richter, Apichatpong Weerasethakul, u.a.

Animismus ist ein mehrteiliges Ausstellungsprojekt, dessen zweites Kapitel in der Generali Foundation aufgeschlagen wird. Ausgangspunkt ist das ethnologische Konzept des Animismus, das im 19. Jahrhundert im Kontext des Kolonialismus auf der Suche nach einer „ursprünglichen“ Religion entstand. Als animistisch wurden jene Kulturen bezeichnet, die Natur und Objekte als beseelt wahrnehmen und ihnen ein Eigenleben zuschreiben. Auch innerhalb der Psychoanalyse nimmt der aus der Ethnologie entlehnte Begriff eine Schlüsselstellung ein. Dort bezeichnet er einen psychischen Entwicklungszustand, in dem Innen- und Außenwelt noch nicht geschieden sind. Die Wahrnehmung der Außenwelt als beseelt wurde in der Folge als „Projektion“ der menschlichen Innenwelt auf die Außenwelt erklärt.

Animismus versammelt künstlerische Arbeiten, Dokumente und Artefakte zu einem essayistischen Bildraum, der die Notwendigkeit einer Dekolonisierung und Revision dieses überkommenen Verständnisses von Animismus nahe legt. Die Ausstellung untersucht die von der Moderne gezogene Grenze zwischen Leben und Nicht-Leben, die historisch grundlegend geworden ist für eine Reihe weiterer kanonischer Unterscheidungen, etwa die Gegenüberstellungen von Natur und Kultur, subjektiver und objektiver Welt, sowie für das Verhältnis von Imagination zu Realität. Dabei wird historisches Material, etwa frühe Versuche, das technologisch reproduzierte Bild zu animieren, zeitgenössischen Arbeiten gegenübergestellt, die diese Grenze verhandeln.

KuratorInnen: Anselm Franke und Sabine Folie
Assistenz-Kuratorin: Georgia Holz
Presse: Barbara Mahlknecht, +43 1 504 98 80–71114, found.presse@generali.at

Animismus ist eine Kooperation zwischen Extra City – Kunsthal Antwerpen, Museum of Contemporary Art (M HKA), Antwerpen, Kunsthalle Bern, Generali Foundation, Wien, Haus der Kulturen der Welt, Berlin und der Freien Universität Berlin. Konzept: Anselm Franke; KuratorInnen, Wien: Anselm Franke und Sabine Folie; Berlin: Anselm Franke in Kooperation mit der Animismus Recherchegruppe der Freien Universität, Berlin.
Die Generali Foundation ist der Kunstverein der Generali Gruppe mit Sitz in Wien und hat sich die
Förderung zeitgenössischer Kunst zum Ziel gesetzt. Mitglieder sind die Generali Holding Vienna AG, Generali Versicherung AG, Generali Rückversicherung AG, BAWAG PSK und die Europäische
Reiseversicherung.