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Generali-Chefarzt warnt: Hohes Verletzungsrisiko durch Trendsport

Bergrettung und Generali starten neue Initiative zur Unfallprävention bei Mountainbikern & Co. Analyse der Verletzungsmuster bei Trendsport-Unfällen - stark steigender Frauen-Anteil bei Mountainbike-Unfällen. Leistungen der Generali Versicherung für 26.000 Unfallopfer.

 

Wien, 26. Mai 2011 - Zum Start der neuen Sommer-Outdoor-Saison setzen die Österreichische Bergrettung und ihr Partner Generali neue Initiativen, um Risiko-Prävention und Risiko-Management zu intensivieren. Vor allem die Ausübung von aktuellen Trendsportarten wie Mountainbiken (MTB), Wandern, Bergsteigen und Klettern sowie auch Drachenfliegen und Paragleiten birgt ein hohes Verletzungsrisiko. Darauf haben der Österreichische Bergrettungsdienst und die Generali Versicherung bei einem Pressegespräch in Wien hingewiesen.

Generali-Chefarzt Dr. Wolfgang Munda stellt auf Basis einer Analyse der Freizeitunfall-Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit fest, dass – gemessen an allen Sterbefällen in Österreich – der Anteil der Verkehrsunfälle mit Todesopfern rückläufig ist, der Anteil tödlicher Freizeitunfälle jedoch steigt.

Auch die Anzahl der bei Sportunfällen Verletzten wächst, wobei beim Mountainbiken der Anteil verletzter Sportlerinnen stark gestiegen ist. Beim Mountainbiken erhöhte sich der Anteil der verletzten Sportlerinnen innerhalb eines Jahres von 13,2% auf 22,2%. Beim Wandern/Bergsteigen verunglücken mehr Frauen als Männer, jedoch hat sich bei dieser Sportart der Anteil verletzter Frauen von 58,7% auf 51,4% reduziert.

„Ranking“ der Verletzungen
Aus seiner Praxis als Leiter der Versicherungsmedizin bei der Generali, dem größten Schaden-/Unfallversicherer Österreichs, erstellte Munda ein „Ranking“ der häufigsten Verletzungen bei den wichtigsten Trendsportarten:

Beim Mountainbiken sind gelenksnahe Unterarmbrüche die häufigsten Verletzungen, gefolgt von Handgelenks- und Handwurzelverletzungen. „Diese Blessuren entstehen insbesondere beim Versuch, einen Sturz reflexartig abzufangen“, betont Munda. Stürze über die Lenkstange führen zum dritthäufigsten Verletzungsmuster, nämlich Schlüsselbeinfrakturen und Verletzungen im Bereich der Schultergelenke. Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen nennt Munda an vierter Stelle. Auch Becken-, Oberschenkel- und Unterschenkelbrüche sind immer wieder Folgen von Unfällen beim Mountainbiken. Wirksame Maßnahmen zur Prävention sind aus medizinischer Sicht das Tragen von Helm, MTB-Handschuhen und -Schuhen, aber auch  das Absolvieren eines Technikkurses und effiziente Radchecks.

Beim Wandern und Bergsteigen führen dem Generali-Chefarzt zufolge Ausrutschen und Stürze vor allem zu Knochenfrakturen sowie Sehnen- und Muskelverletzungen. Durch Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen werden vor allem Fußgelenk und Knöchel in Mitleidenschaft gezogen. Munda: „Vorbeugen können die Freizeitsportler diesen Verletzungen insbesondere dadurch, dass sie nur bei entsprechender körperlicher Fitness eine Tour in Angriff nehmen und bei schlechter Wettervorhersage nicht zu einer Tour aufbrechen.“ Auch das richtige Schuhwerk und die adäquate Ausrüstung spielen bei der Unfallverhütung eine wichtige Rolle.

Als Hauptursache für Unfälle beim Klettern ortet Wolfgang Munda menschliches Versagen, vor allem eine überzogene Selbsteinschätzung. Deshalb treten sehr oft Überlastungssymptome wie Ellbogen- und Schulterschmerzen, aber auch Innenmeniskusschäden auf. Häufigste Sturzverletzungen sind Blessuren an den oberen Extremitäten, vor allem an den Händen. Besonders häufig treten  Ringbandverletzungen an den Fingern auf – eine Folge der Überbelastung beim plötzlichen Abrutschen, wenn das volle Körpergewicht mit den Fingern zu halten ist. Um Unfällen beim Klettern vorzubeugen, muss u.a. auf Kondition, Können und Ausrüstung geachtet werden.  Beim Indoor-Klettern tritt übrigens ein stark reduziertes Unfallrisiko auf, weil eine häufige Unfallursache, nämlich Steinschlag, ausscheidet und auch „Abstürze“ zumeist sehr glimpflich ausgehen.

Die Trendsportarten Drachenfliegen und Paragleiten weisen – so wie das Klettern – ein besonders breites Verletzungsspektrum auf. Beim Startlauf und bei der Landung kommt es immer wieder zu Verletzungen des Sprunggelenks. Als weitere Verletzungsarten nennt Munda Frakturen in den Bereichen Becken, untere Extremitäten und Wirbelsäule. Ein Absturz mit einem derartigen Flugsportgerät führt im Extremfall zu einem Polytrauma, auch mit Todesfolge. Bei dieser Trendsportart schützen sich die Sportler ebenfalls in erster Linie durch eine professionelle Ausbildung und die korrekte Risiko-Einschätzung vor Unfällen.

Leistungen der Generali für 25.600 Unfallopfer
Unfälle bei der Ausübung der Trendsportarten können nicht nur zu schweren Verletzungen, sondern auch zu gravierenden finanziellen Problemen führen. Denn bei Freizeitunfällen besteht kein Versicherungsschutz seitens der gesetzlichen Unfallversicherung. Daher haben insgesamt 482.700 ÖsterreicherInnen bei der Generali eine private Unfallversicherung abgeschlossen. Im Jahr 2010 erbrachte die Generali finanzielle Leistungen für mehr als 25.600 Unfallopfer.

Die Kosten einer privaten Unfallversicherung werden oft überschätzt. Eine umfassende Generali-Unfallvorsorge kostet für eine 30-jährige Frau nur 10 Euro pro Monat, für einen gleichaltrigen Mann 16 Euro und für eine Familie mit zwei Kindern 29 Euro – also nicht einmal 1 Euro pro Tag. Die Unfallversicherung inkludiert Such-, Rettungs- und Bergeaktionen sowie Helikoptertransport und reicht bis hin zu kosmetischen Operationen. Für dauernde Invalidität kann der Konsument die Versicherungssumme individuell festlegen, er kann auch eine monatliche Unfallrente vereinbaren. Bei der Generali sorgen professionelle Rehab-Manager nach einem Unfall für die bestmöglichen weiterführenden Behandlungen und auch für die berufliche und soziale Wiedereingliederung. Für manche Trendsportarten (zum Beispiel Free Climbing, Bergsteigen/Klettern ab Schwierigkeitsgrad 5, Flugsport) werden „maßgeschneiderte“ Versicherungslösungen angeboten.

Wer einen „Förderer-Beitrag“ an den Österreichischen Bergrettungsdienst entrichtet (derzeit mindestens 22 Euro pro Jahr), unterstützt nicht nur die Bergrettung, sondern genießt auch den Schutz einer speziellen „Rettungskosten-Versicherung“.

Disclaimer:
Bei diesem Text handelt es sich um eine unverbindliche Basisinformation für Medienvertreter, jedoch nicht um ein Angebot, eine Aufforderung oder eine Empfehlung zum Kauf von Versicherungsprodukten. Informationen über Produkte und Services sind verkürzt bzw. vereinfacht dargestellt. Die genaue Definition und der Umfang des Versicherungsschutzes sind in den jeweiligen Vertragsgrundlagen festgehalten.